Behandlungsformen: Bewährtes
Die Möglichkeiten der Krebsbehandlung und damit die Heilungschancen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Heute stehen im Wesentlichen drei Therapieformen zur Verfügung: die Operation, die Strahlentherapie und die Behandlung mit Medikamenten. Weitere Therapieverfahren, wie die Immun- oder Gentherapie, befinden sich noch in den Anfängen bzw. im Stadium der Entwicklung.
Operation
Einzelne örtlich begrenzte Tumoren werden in der Regel chirurgisch entfernt.
Solange sich der Krebs noch nicht über das betroffene Organ hinaus ausgebreitet
hat, wird man versuchen, es ganz oder teilweise mit zu entfernen, um möglichst
alle Krebszellen zu beseitigen. Damit sind auch die Chancen einer Heilung recht
gut. Mithilfe moderner Operationstechniken und Narkoseverfahren sind die operativen
Eingriffe heutzutage sehr sicher und schonend durchführbar.
Große Fortschritte wurden auf dem Gebiet der Wiederherstellungs-Chirurgie
nach der operativen Entfernung von Organen oder Körperteilen erzielt. Beispiele
hierfür sind der Wiederaufbau der Brust und die Konstruktion einer Ersatzblase
aus Darmteilen nach einer Blasenentfernung. Die Urinentleerung erfolgt über
die Harnröhre.
Strahlenbehandlung
Bei der Strahlentherapie (Radiotherapie)
werden energiereiche Strahlen gezielt auf Krebszellen gerichtet. Voraussetzung
ist, dass die Tumorzellen gegenüber den Strahlen empfindlich sind. Durch
moderne Techniken lässt sich meist vermeiden, dass umgebendes gesundes Gewebe
nachhaltig und dauerhaft geschädigt wird. Die Strahlentherapie bietet aber
auch die Möglichkeit, nach einer Operation die Ausbreitungswege von Krebszellen
in der Umgebung eines Tumors zu erfassen und damit einer Ausbreitung entgegenzuwirken.
Chemotherapie und Hormontherapie
Bei der Therapie mit Medikamenten werden heute in erster Linie so genannte
Zytostatika eingesetzt.
Eine Hormontherapie kommt bei Tumorarten infrage, deren Wachstum
durch Hormone beeinflusst wird. Beispiele hierfür sind Brust-
oder Prostatakrebs.
Zytostatika verhindern oder verzögern, dass sich Zellen teilen, oder sie töten Zellen ab. Da sich bösartige Zellen im Vergleich zu normalen Körperzellen besonders rasch teilen, wirken Zytostatika vornehmlich gegen Krebszellen. Nebenwirkungen dieser Substanzen lassen sich vor allem darauf zurückführen, dass sie in einem geringen Ausmaß zwangsläufig auch gesunde Zellen angreifen. Der Begriff Chemotherapie wird im Allgemeinen gleichbedeutend mit der Anwendung von Zytostatika verwendet.
Mehr zu Wirkmechanismen
der Chemotherapeutika ![]()
Durch Kombination verschiedener Zytostatika können oft bessere Ergebnisse
erzielt werden, weil die Substanzen an verschiedenen Phasen des Zellteilungsprozesses
angreifen. Dabei ist es häufig möglich, die einzelnen Substanzen
niedriger zu dosieren.
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Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2012


