Neue Behandlungsformen
Forscher verstehen immer besser, wie Krebs entsteht und sich ausbreitet. Aus diesem Wissen heraus ergeben sich neue Ansätze einer für jeden Patienten maßgeschneiderten Krebstherapie.
Immuntherapie
Unter dem Begriff Immuntherapie fasst
man verschiedene Therapiestrategien zusammen, bei der das körpereigene
Immunsystem dazu "erzogen" wird das Tumorwachstum zu begrenzen
und bösartige
Zellen zu bekämpfen.
Schon heute werden z. B. so genannte monoklonale Antikörper eingesetzt.
Sie heften sich an bestimmte Oberflächenstrukturen von Krebszellen
und unterbinden dadurch deren Vermehrung. Mit Hochdruck arbeiten Wissenschaftler
auch an einer "Krebsimpfung".
Sie soll Abwehrzellen in die Lage versetzen, Tumorzellen als "böse" zu
erkennen und diese dann zu zerstören. Im Gegensatz zur prophylaktischen
Impfung gegen Infektionserkrankungen, wie z. B. Masern, Röteln oder
Hepatitis, wird die Krebsimpfung als Behandlungsmaßnahme eingesetzt
("therapeutische
Impfung").
Hemmung der Angiogenese
Das Wachstum von Tumoren hängt entscheidend von der Versorgung mit Sauerstoff
und Nährstoffen ab. Um dies zu gewährleisten, regen Tumorzellen das
Wachstum von Blutgefäßen an (Angiogenese). Ein neuer Ansatz der Krebstherapie
besteht darin, den Tumor "auszutrocknen", indem man durch bestimmte
Medikamente die Blutzufuhr zum Tumor abschneidet. Solche Medikamente werden
als Angiogenese-Hemmer bezeichnet.
Gentherapie
Große Hoffnungen werden in die Gentherapie gesetzt. Angriffspunkt sind
Genveränderungen, die zur Entstehung oder Ausbreitung von Krebs führen
können. Noch ist allerdings nicht absehbar, wann Forscher "kranke" Gene
ersetzen oder mithilfe der Gentechnik körpereigene Immunzellen gegen Krebszellen "scharf" machen
können.
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Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2012


