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Patienteninformationen - Was ist Krebs? - Diagnosemethoden: Wie wird Krebs festgestellt? - Bildgebende Verfahren

Bildgebende Verfahren

Mit Hilfe der bildgebenden Verfahren – am bekanntesten ist das Röntgen – können Ort und Ausmaß der Krebserkrankung festgestellt werden.

 

Die Strahlenbelastung der nuklearmedizinischen Verfahren ist in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen, beispielsweise durch die Weiterentwicklung der Computer-Bildverarbeitung.

 

Röntgenuntersuchung und Computertomographie

 

ComputertomographieRöntgenaufnahmen werden beispielsweise bei Verdacht auf Lungenkrebs oder Brustkrebs (Mammographie) angefertigt. Bei diesen Aufnahmen, ebenso wie bei der Computertomographie gelangt Strahlung bei der Messung von außen in den Körper hinein. Das Röntgengerät misst, wie durchlässig ein bestimmtes Gewebe für diese Röntgenstrahlen ist. Knochen und weiches Körpergewebe wie Organe oder Bindegewebe sind im Röntgenbild als unterschiedlich helle Strukturen zu erkennen.

 

Bei der Röntgen-Computertomographie (CT) wird der Patient langsam durch ein Röntgengerät gefahren, das eine röhrenförmige Öffnung aufweist. Dann werden schichtweise Röntgenaufnahmen angefertigt. Mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung kann der Körper optisch in beliebig dicke Querscheiben zerlegt werden, auf denen normales Gewebe und krankhafte Gewebsveränderungen genau zu erkennen sind.

 

Kernspintomographie

 

KernspintomographieDie Kernspintomographie – auch Magnetresonanztherapie (MRT) oder Nuclear Magnetic Resonance (NMR) –, bildet Körpergewebe sehr deutlich ab und ist nicht mit einer Strahlenbelastung verbunden. Das Verfahren beruht auf Magneteffekten und elektromagnetischen Wellen. Die gemessenen Signale werden zu Schichtbildern zusammengesetzt.

 

Abhängig vom Wasseranteil werden verschiedene Körpergewebe unterschiedlich hell dargestellt. Kontrastmittel, die dem Patienten kurz vor der Untersuchung in die Vene verabreicht werden, helfen bei der noch deutlicheren Unterscheidung von Geweben.

 

Der Patient wird langsam durch ein Untersuchungsgerät gefahren, das eine röhrenförmige Öffnung aufweist. Patienten, die unter Angst vor engen Räumen leiden, können ein Beruhigungsmittel erhalten. Während der ca. 30-minütigen Untersuchung entstehen laute Klopfgeräusche, hier hilft ein Ohrenschutz.

 

Alle magnetischen oder metallhaltigen Gegenstände (Chipkarten etc.) müssen vor der Untersuchung abgelegt werden, sie werden durch das Magnetfeld unbrauchbar. Frauen, die zur Verhütung eine Spirale tragen, sollten nach einer MRT beim Gynäkologen den korrekten Sitz der Spirale überprüfen lassen.

 

Ultraschalluntersuchung

 

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)Die Ultraschalluntersuchung, auch Sonographie genannt, kommt ohne Röntgenstrahlen aus. Ultraschall besteht aus Schallwellen, die Menschen nicht wahrnehmen können. Er wird über einen speziellen Schallkopf, der auf der Körperoberfläche aufliegt, in den Körper gesendet. Der Schallkopf fängt die zurückgeworfenen Wellen wieder auf, und ein Computer setzt diese Impulse in ein Bild um, auf dem die verschiedenen Organe und Gewebe deutlich voneinander zu unterscheiden sind. Mit den neu entwickelten Methoden der Endosonographie können die Schallsender auch in den Magen-Darm-Trakt eingebracht werden, beispielsweise in die Speiseröhre.

 

Szintigraphie

 

Das Prinzip der Szintigraphie: Bestimmte Stoffe reichern sich in einzelnen Organen oder Organsystemen oder in bestimmten krankhaften Veränderungen an. Gibt man diese Stoffe in radioaktiver Form in den Körper, sammeln sie sich in bestimmten Geweben und geben dort Strahlung ab. Zunächst wird dem Patienten eine kleine Menge eines radiomarkierten Stoffes verabreicht. Während der Untersuchung liegt der Patient auf dem Untersuchungstisch. Über ihm befindet sich die so genannte Gammakamera, die die Strahlung auffängt und sich dabei in einem Halbkreis um den Patienten herum bewegt. Die Intensität der Strahlung aus bestimmten Körperbezirken lässt sich auf einem Bildschirm farbig darstellen. Die Skelettszintigraphie beispielsweise hilft bei der gezielten Suche nach Absiedelungen eines Tumors in den Knochen.

 

PET

 

Positronen-Emissions-TomographieMit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie werden ebenfalls Schnittbilder erzeugt. Eine radioaktive Substanz, die einer körpereigenen Substanz gleicht, wird per Injektion oder durch Einatmen in den Körper eingebracht. Sie verteilt sich im Körper und wird verstoffwechselt, als sei sie ein eigener Körperstoff. Mit Hilfe dieser Substanz werden bestimmte Strukturen, aber auch biochemische und physiologische Vorgänge abgebildet. Ein Scanner nimmt die Strahlung auf, daraus können ein Schnittbild und ein dreidimensionales Modell berechnet werden. Viele bösartige Tumoren reichern messbare Stoffe an. Die PET kann für Diagnose, Stadienbestimmung und die Verlaufsbestimmung dieser Krebserkrankungen verwendet werden.