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Patienteninformationen - Was ist Krebs? - Diagnosemethoden: Wie wird Krebs festgestellt?

Diagnosemethoden: Wie wird Krebs festgestellt?

Häufig führen bestimmte Beschwerden die Patienten zum Arzt. Besteht der Verdacht auf eine Krebserkrankung, werden weitere Untersuchungen in die Wege geleitet. Je nach Vermutung, welche Organe oder Körperregionen erkrankt sind, kommen verschiedene Untersuchungsmethoden zum Einsatz. Meist sind mehrere Untersuchungsmethoden nötig, um die Art der Erkrankung und ihre Ausbreitung zu beurteilen.


Zu den wichtigsten Untersuchungen zählen bildgebende Verfahren, Endoskopie und Laboruntersuchungen. Um den Krebsverdacht endgültig zu bestätigen, ist eine Untersuchung verdächtiger Gewebeproben nötig. Werden darin Tumorzellen gefunden, ist die Diagnose Krebs sicher.


Bildgebende Verfahren

 

Mit der Hilfe von bildgebenden Verfahren kann das Innere des Körpers bildlich dargestellt werden. Diese Untersuchungsmethoden erlauben den Ort und das Ausmaß einer Krebserkrankung festzustellen und dienen gleichzeitig der Therapieplanung und Verlaufskontrolle.


Endoskopische Untersuchungen


Bei der Endoskopie schaut der Arzt mit Hilfe eines schlauchförmigen optischen Geräts, dem Endoskop, direkt in Körperhöhlen hinein. Dadurch kann er ihre Auskleidung und die Oberfläche der darin liegenden Organe auf verdächtige Veränderungen untersuchen und Gewebeproben entnehmen.


Die Endoskopie wird oft auch Spiegeluntersuchung genannt, z. B. die Magenspiegelung (Gastroskopie), Darmspiegelung (Coloskopie) oder Blasenspiegelung (Zystoskopie). Auch andere Körperteile wie Lunge oder Gelenke können mit Hilfe der Endoskopie von innen untersucht werden.

 

Labortests


Häufig werden Blut, Urin oder andere Körperflüssigkeiten untersucht. Blutveränderungen können auf Krebserkrankung hinweisen und spiegeln wider, ob bestimmte Organe wie Leber oder Nieren richtig arbeiten.


Bei manchen Krebserkrankungen steigt die Zahl spezieller Stoffe im Blut – der Tumormarker – an. Sie werden entweder von den Krebszellen selbst oder als Reaktion des Körpers auf die Krebserkrankung gebildet. Tumormarker sind nicht charakteristisch für eine Krebserkrankung; sie werden auch bei manchen gutartigen Krankheiten verstärkt produziert. Sie eignen sich deshalb meist nicht zur Früherkennung und zur endgültigen Diagnose. Tumormarker können aber sehr hilfreich sein, um während und nach einer Behandlung den Krankheitsverlauf zu kontrollieren.


Gewebeuntersuchungen


Im Rahmen einer Untersuchung oder eines kleinen operativen Eingriffs werden Proben des verdächtigen Gewebes oder Zellen entnommen. Ärzte sprechen bei der Gewebeentnahme auch von einer Biopsie.


Die Gewebeprobe wird feingeweblich (fachsprachlich: histologisch) untersucht. Werden nur einzelne Zellproben untersucht, spricht man von einer zytologischen Untersuchung. Dabei betrachtet ein Spezialist die Proben unter dem Mikroskop und sucht nach Krebszellen. So kann er feststellen, ob eine Veränderung gutartig, z. B. eine Entzündung, oder bösartig, also Krebs, ist. Anhand typischer Zellen lässt sich meist auch sagen, welcher Krebs vorliegt und wie bösartig er ist.
Manche Krebszellen haben auf ihrer Oberfläche spezielle Eiweiße, z. B. Wachstumsfaktorrezeptoren oder Hormonrezeptoren, die zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. Diese Eiweiße können mit molekulargenetischen und immunhistochemischen Untersuchungsverfahren nachgewiesen werden.