Morbus hodgkin
Die Hodgkin-Krankheit ist eine Erkrankung des Lymphsystems, bei der sich normale Lymphknotenzellen in bösartige Krebszellen umwandeln und unkontrolliert vermehren. Man spricht auch von einem Hodgkin-Lymphom.
Ursachen
Die Ursachen sind bisher nicht geklärt. Man vermutet einen Zusammenhang
zwischen dem Auftreten eines Morbus Hodgkin und einer früheren Virus-Infektion
mit dem Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers.
Beschwerden
Bei Hodgkin-Lymphomen treten anfangs häufig nur unspezifische Symptome auf,
die auch bei anderen Krankheiten wie Infektionen entstehen. Dazu zählen
Allgemeinsymptome wie Fieber, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Leistungsminderung
und Müdigkeit.
Ein weiteres Anzeichen des Morbus Hodgkin können schmerzlose, vergrößerte
Lymphknoten, v. a. im Halsbereich, aber auch in der Achsel oder den Leisten.
In manchen Fällen kommt es zu einer Schwellung der Lymphknoten hinter dem
Brustbein, was zu ständigem Reizhusten führen kann. Schmerzen die vergrößerten
Lymphknoten nach dem Genuss von Alkohol, sprechen Mediziner auch von dem so genannten
Alkoholschmerz, der zwar selten auftritt, aber relativ charakteristisch für
den Morbus Hodgkin ist.
Feststellung der Erkrankung: Die Diagnose
Der Morbus Hodgkin wird durch eine feingewebliche Untersuchung festgestellt.
Dazu wird ein verdächtiger Lymphknoten entnommen. In dem Lymphknoten lassen
sich unter dem Mikroskop bestimmte Zellen finden, die charakteristisch für
einen Morbus Hodgkin sind und die es bei keiner anderen Erkrankung gibt – so
genannte Hodgkin- und Sternberg-Reed-Zellen. Bei den Hodgkin-Zellen handelt es
sich um bösartig veränderte, einkernige Lymphzellen. Die Sternberg-Reed-Zellen
sind mehrkernige Riesenzellen, die wahrscheinlich aus den Hodgkin-Zellen entstehen.
Sie sind nach ihren Entdeckern Christian Sternberg und Dorothy Reed benannt.
Um die Ausbreitung der Erkrankung zu beurteilen, sind weitere
Untersuchungen nötig.
Behandlung
Die Behandlung des Morbus Hodgkin richtet sich danach, wie
weit der Krebs schon fortgeschritten ist:
- Wird die Erkrankung in einem frühen oder mittleren Krankheits-Stadium erkannt, besteht die Therapie in einer Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung, wobei die Heilungschancen sehr gut sind.
- Ist die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten, wird eine intensive Chemotherapie durchgeführt. Ist der Krebs danach noch nicht ganz verschwunden, wird zusätzlich bestrahlt. Auch in späten Erkrankungsstadien betragen die Heilungschancen noch etwa 50 %.
Weiterführende Informationen im Internet
Umfangreiche Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums in
Heidelberg zum Morbus Hodgkin und den Non-Hodgkin-Lymphomen.
Hier kann man ausführliche Broschüren über den Morbus Hodgkin
und andere Krebserkrankungen bestellen oder direkt herunterladen.
Kompetenznetz Maligne Lymphome
Internetseite des Kompetenznetzes Maligne Lymphome, einem
Zusammenschluss von Forschergruppen, Versorgungseinrichtungen,
Patientenverbänden und Selbsthilfegruppen.
Ziel ist die optimale Behandlung, Betreuung
und Information aller Lymphom-Patienten.
Universitätsklinik
Bonn: Cancernet
Informationen der Universität Bonn für Patienten.


