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Patienteninformationen - Was ist Krebs? - Ausgewählte Krebsarten - Non-Hodgkin-Lymphome - Multiples Myelom

multiples myelom

Das Multiple Myelom, das auch unter dem Namen Plasmozytom bekannt ist, ist eine bösartige Erkrankung der Plasmazellen und gehört zu der großen Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome.


Die krankhaft veränderten Plasmazellen vermehren sich unkontrolliert. Plasmazellen befinden sich im Knochenmark und in den Lymphknoten und sind ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Abwehrsystems. Ihre Hauptaufgabe ist die Produktion von Antikörpern gegen verschiedene Krankheitserreger. Auch die Myelomzellen bilden antikörperartige Eiweiße, so genannte Paraproteine, die jedoch nicht funktionsfähig sind.


Ursachen


Die Ursache des Multiplen Myeloms ist bisher weitgehend ungeklärt. Vor allem der häufige Kontakt mit ionisierenden Strahlen und bestimmten Chemikalien scheint das Risiko für die Erkrankung zu erhöhen.


Beschwerden


Anfangs treten oft keine oder unspezifische Beschwerden wie Leistungsminderung, Appetitlosigkeit, Fieber, Gewichtsabnahme, Muskel- und Gelenkschmerzen auf. Erst wenn die Krankheit fortgeschreitet, kommt es zu weiteren Symptomen.


Das unkontrollierte Wachstum der Plasmazellen findet beim Multiplen Myelom vor allem im Knochenmark statt: Es schädigt dort die gesunden blutbildenden Zellen. Die Folge: Einem Mangel an roten und weißen Blutkörperchen und an Blutplättchen, mit Blutarmut, erhöhter Anfälligkeit für Infektionen und Blutungen.


Die bösartigen Plasmazellen aktivieren Zellen im Knochen, die die Knochensubstanz abbauen. Es kommt oft zu Schmerzen und Knochenbrüchen an Wirbelsäule, Becken, Schädelknochen und Rippen.


Durch die Ausscheidung großer Mengen von Paraproteinen über die Nieren können die Nierenkanälchen verstopfen und die Nierenfunktion kann beeinträchtigt werden.


Feststellung der Erkrankung: Diagnose


Besteht der Verdacht auf ein Multiples Myelom wird der Arzt Blut- und Urinuntersuchungen anordnen, womit u. a. die Paraproteine nachgewiesen werden. Röntgenaufnahmen und weitere bildgebende Verfahren wie Computer- und Kernspintomografie zeigen Veränderungen an den Knochen. Durch die Entnahme und Untersuchung von Zellen aus dem Knochenmark wird die Diagnose letztendlich gesichert. Steht die Diagnose fest, werden weitere Tests durchgeführt, um zu sehen, wie weit sich der Krebs ausgedehnt hat.


Behandlung


Eine dauerhafte Heilung des Multiplen Myeloms ist derzeit nicht möglich. Die Therapie hat deshalb zum Ziel, das Leben der Erkrankten zu verlängern und ihre Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern. Nur bei jüngeren Patienten stellt seit ein paar Jahren die Knochenmarktransplantation eine Heilungsoption dar.


Wenn keine Beschwerden auftreten, ist zunächst oft keine Behandlung nötig. Der Arzt kontrolliert die Krankheit engmaschig, um mit einer Therapie zu beginnen, wenn es zu schweren Beschwerden kommt.


Es gibt verschiedene Behandlungsverfahren. Am häufigsten wird die Chemotherapie eingesetzt, ggf. durch eine Strahlentherapie und/oder Immuntherapie ergänzt. In manchen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein. Auch Beschwerden wie Blutarmut, Infektionen, Knochenverdünnung und Schmerzen werden behandelt.



Weiterführende Informationen im Internet


 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Deutsche Krebshilfe


Hier kann man ausführliche Broschüren über das Multiple Myelom und andere Krebserkrankungen bestellen oder direkt herunterladen.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Deutsche Leukämie- und Lymphomhilfe


Webseite des Bundesverbands der Selbsthilfeorganisationen zur Unterstützung von erwachsenen Leukämie- und Lymphompatienten mit Informationsmaterial, Diskussionsforen und Adressen von Selbsthilfegruppen.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Arbeitsgemeinschaft Plasmozytom / Multiples Myelom (APMM)


Webseite der Selbsthilfegruppe, die der Information und dem Austausch von Menschen mit Plasmozytom und Multiplem Myelom dient.


Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Universitätsklinik Bonn: Cancernet


Informationen der Universität Bonn für Patienten.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster International Myeloma Foundation


Website der International Myeloma Foundation mit Informationen für Betroffene, Interessierte, Ärzte und Pflegende.