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Patienteninformationen - Was ist Krebs? - Ausgewählte Krebsarten - Non-Hodgkin-Lymphome

non-hodgkin-lymphome

Non-Hodgkin-Lymphome sind alle bösartigen Lymphome – außer dem Hodgkin-Lymphom. Bei den Non-Hodgkin-Lymphomen kommen im Gegensatz zum Hodgkin-Lymphom nicht die typischen Hodgkin-Zellen vor.


Überbegriff für viele Erkrankungen


Das Lymphsystem besteht aus vielen verschiedenen Lymph- und Abwehrzellen. Jede Einzelne kann sich zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer Entwicklung in eine Krebszelle umwandeln und zu einer bösartigen Lymphomerkrankung führen. Zu den Non-Hodgkin-Lymphomen werden deshalb viele verschiedene Typen von Lymphomen gerechnet. Sie unterscheiden sich zum Teil stark in ihrer feingeweblichen Struktur, ihrem Krankheitsverlauf und ihrer Behandlung.

 

Das Lymphsystem


Non-Hodgkin-Lymphome stammen in der Regel von einem B-Lymphozyten und sehr selten von einem T-Lymphozyten ab. Diese Zellen sind im Körper normalerweise ein wichtiger Bestandteil des Abwehrsystems.

 

B-Lymphozyten

 

T-Lymphozyten


Einteilung der Non-Hodgkin-Lymphome


Die Non-Hodgkin-Lymphome werden in zwei Gruppen eingeteilt:

 

  • Die niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphome betragen etwa 70 Prozent. Es sind gering bösartige Lymphome, die sich durch eine Behandlung meist gut zurückdrängen lassen, aber nicht heilbar sind.
  • Die anderen 30 Prozent sind die hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphome. Diese Lymphome wachsen schnell und sind sehr bösartig. Deshalb versucht man, sie bereits mit der ersten, oft sehr intensiven Behandlung zu heilen, da sich sonst die Heilungschancen verschlechtern.


Zwei Beispiele für Non-Hodgkin-Lymphome sind das Multiple Myelom und die chronische lymphatische Leukämie. Sie zählen zu den niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen:

 

  • Beim Multiplen Myelom handelt es sich um eine bösartige Geschwulst aus bestimmten Abwehrzellen, die Antikörper produzieren, den so genannten Plasmazellen. Mehr
  • Die chronische lymphatische Leukämie ist der häufigste Krebs der weißen Blutkörperchen beim Erwachsenen. Mehr

Ausbreitung des Lymphoms und Stadieneinteilung


Um die richtige Therapie auszuwählen, muss man ermitteln, wie weit sich das Lymphom schon ausgebreitet hat, d. h. wie viele und welche Lymphknoten befallen sind und ob weitere Organe und Körperregionen betroffen sind. Wichtig ist außerdem, ob zusätzlich bestimmte allgemeine Beschwerden auftreten: die B-Symptome. Dazu zählen nächtliches Schwitzen, Fieber und Gewichtsverlust von mehr als 10 Prozent innerhalb von 6 Monaten.

 

Stadieneinteilung der Lymphome

 

Klassifikation der Lymphome


Behandlung


Die Behandlung ist für die verschiedenen Lymphomarten unterschiedlich und hängt außerdem von dem Erkrankungsstadium und der Bösartigkeit der Erkrankung ab. Für jeden Patienten muss also die Therapie entsprechend seines Lymphomtyps individuell ausgewählt und angepasst werden.
Bei bestimmtem, langsam wachsenden Lymphomtypen, kann es sinnvoll sein, erst später mit einer Therapie zu beginnen. Dieses Abwarten erfordert eine regelmäßige und engmaschige Kontrolle der Erkrankung. Bei sehr schnell und aggressiv wachsenden Lymphomen ist es dagegen nötig, sofort mit einer Therapie zu beginnen.


Zur Behandlung der Non-Hodgkin-Lymphome werden häufig verschiedene Methoden kombiniert. Im Vordergrund stehen die Chemo- und die Strahlentherapie, manchmal ergänzt durch eine Immuntherapie. Bestimmte Lymphomerkrankungen können durch eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation behandelt werden.

 

Stammzelltransplantation



Weiterführende Informationen im Internet


 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Deutsche Leukämie- und Lymphomhilfe


Webseite des Bundesverbands der Selbsthilfeorganisationen zur Unterstützung von erwachsenen Leukämie- und Lymphompatienten mit Informationsmaterial, Diskussionsforen und Adressen von Selbsthilfegruppen.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Kompetenznetz Maligne Lymphome


Internetseite des Kompetenznetzes Maligne Lymphome, einem Zusammenschluss von Forschergruppen, Versorgungseinrichtungen, Patientenverbänden und Selbsthilfegruppen. Ziel ist die optimale Behandlung, Betreuung und Information aller Lymphom-Patienten.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Krebsinformationsdienst


Umfangreiche Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg zum Morbus Hodgkin und den Non-Hodgkin-Lymphomen.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Universitätsklinik Bonn: Cancernet


Informationen der Universität Bonn für Patienten.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Lymphoma Coalition


Internationale Vereinigung von Lymphompatienten und Selbsthilfegruppen.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster The Leukemia & Lymphoma Society


Internetauftritt der Amerikanischen Leukämie- und Lymphom-Selbsthilfegruppe.