Unterstützende Therapieformen
Das Befinden verbessern
Die unterstützende (supportive) Therapie erfolgt begleitend zur eigentlichen Krebstherapie und soll den allgemeinen Zustand und die Lebensqualität des Patienten verbessern, Nebenwirkungen der Krebstherapie vermindern und deren Erfolgschancen erhöhen.
Hilfe bei Übelkeit und Erbrechen
Beispielsweise kann das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen – eine
relativ häufige Nebenwirkung bei der Chemotherapie – durch Medikamente verhindert oder zumindest deutlich abgeschwächt werden. Dabei ist es wichtig,
die entsprechenden Medikamente bereits vor oder gleichzeitig mit der Chemotherapie
einzunehmen.
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Knochenmarkschädigung
Eine weitere bedeutende Nebenwirkung der Chemotherapie ist die Schädigung
des Blut bildenden Knochenmarks. Dies führt zu einer Verminderung der
Anzahl weißer Blutzellen mit der Folge einer erhöhten Infektionsgefahr.
Diese Komplikation kann durch regelmäßige Blutbildkontrollen überwacht
und durch die Gabe von so genannten "Wachstumsfaktoren" behandelt
werden, die die Blutbildung fördern.
Schmerzbehandlung
Viele Krebsarten - vor allem im fortgeschrittenen Stadium - gehen mit mehr
oder minder ausgeprägten Schmerzen einher. Daher steht die Schmerztherapie
bei der Behandlung von Beschwerden durch die Krebserkrankung im Vordergrund.
Krebspatienten
brauchen heutzutage keine Angst vor Schmerzen zu haben. Mithilfe der
modernen Schmerztherapie lassen
sich Schmerzen effektiv behandeln.
Ernährung
Viele Betroffene leiden unter Appetitmangel und Gewichtsabnahme.
Oft hilft hier schon psychologische Unterstützung
und eine schmackhaft zubereitete Kost.
Krebspatienten brauchen keine spezielle "Krebsdiät", sondern
eine ausgewogene Ernährung,
die dem Körper genügend Energie zuführt
und alle wichtigen Nähr-
und Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in
ausreichenden Mengen enthält.
Bei extremer Mangelernährung kann eine gezielte
Ernährungstherapie
erforderlich sein. Ist die Nahrungsaufnahme über
den Mund nicht mehr möglich
oder wird nicht ausreichend Nahrung aufgenommen,
können die Nährstoffe über
eine Sonde oder die Vene zugeführt werden.
Psychologische und psychosoziale Betreuung und Rehabilitation
Vielfältige Möglichkeiten und Angebote stehen für die psychische
und soziale Unterstützung und Betreuung des Krebspatienten zur Verfügung.
Nicht nur dem medizinischen Personal, Psychologen und Sozialarbeitern, sondern
auch den Angehörigen kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu. Das Hauptziel
ist dabei, dem Patienten die bestmögliche Lebensqualität während
und nach der Therapie zu gewährleisten und zu erhalten und ihn bei der seelischen
Bewältigung seiner
Erkrankung zu unterstützen.
Weiterführende Informationen im Internet
Internetressourcen zum Thema Krebs, zusammengestellt
vom Tumorzentrum Freiburg. Unter "Therapien" finden sich eine Reihe ausgewählter Links zu
allen relevanten Formen der Krebstherapie, einschließlich der unterstützenden
Therapie.
Leitlinie des Tumorzentrums Ulm aus dem Jahr 1999 zur unterstützenden Krebstherapie.
Hinweise des Deutschen
Krebsforschungszentrums
Heidelberg zur
Entstehung und Behandlung von
Schmerzen bei
Krebserkrankungen.
Ein Leitfaden
der Amerikanischen
Krebsgesellschaft
für
Krebskranke und ihre
Familien (englisch).
Links
aus
den USA
zum
Thema Umgang
mit
Krebs: Gesundheitsinformationen
von MEDLINEplus
(englisch).
Mythen und Unwahrheiten zum Thema Krebs - die Mayo-Klinik rückt falsche
Ideen zurecht (englisch).
Letzte Aktualisierung: 25. August 2010


