Aktiv gegen Krebs
Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie als Krebspatient aktiv werden können, damit es Ihnen besser geht. Versuchen Sie, für einen möglichst normalen Tagesablauf zu sorgen und kümmern Sie sich gut um sich selbst: um Körper, Geist und Seele.
Dem Körper Gutes tun
Durch eine vernünftige Ernährung und
ein paar Tricks gegen Appetitlosigkeit und Übelkeit sorgen Sie dafür,
dass Ihr Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird und Sie
wieder kräftiger werden.
Mit regelmäßiger sportlicher Betätigung tun Sie Körper und Seele etwas Gutes. So lange Sie noch sehr schwach sind, genügt schon ein Spaziergang an der frischen Luft. Planen Sie in ihren Tagesablauf aktive Zeiten und Pausen ein, so schaffen Sie es eher, immer wieder aktiv zu werden.
Durch eine Chemo- oder Strahlenbehandlung kommt es häufig zu trockener, geröteter Haut, gereizten Schleimhäuten und Haarverlust. Jetzt wird eine konsequente Pflege für Haut und Haar wichtig.
Geistig aktiv bleiben
Versuchen Sie, geistig aktiv zu bleiben, das Tagesgeschehen im Fernsehen oder in der Zeitung zu verfolgen, Zeitschriften zu lesen und sich mit anderen Menschen zu unterhalten. Vielleicht können Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine Lösung finden, die eine Weiterbeschäftigung ermöglicht, beispielsweise mit reduzierter Stundenzahl. Auch wenn Sie an Ihrer Arbeitsstelle vorwiegend körperlich beschäftigt sind, ist möglicherweise eine Teilzeitarbeit noch denkbar. Dies sollten Sie während der Zeit Ihrer Rehabilitation klären.
Die Seele pflegen
Gönnen Sie sich Ruhe, wenn Sie diese benötigen, aber lassen Sie sich nicht von der häufig geklagten Dauermüdigkeit – auch Fatigue genannt – zu übermäßigem Schlaf verleiten, Sie können sich sonst unter Umständen zu gar nichts mehr aufraffen.
Wenn
Schlafen nicht mehr fit macht
Ängsten und Anspannung können Sie mit Entspannungstechniken begegnen, beispielsweise mit Atemschulung, Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson oder Autogenem Training. Diese Methoden lassen sich erlernen, müssen aber konsequent geübt werden.
Pflegen Sie Kontakte zu Ihren Freunden und Verwandten. Wenn Sie wegen einer erhöhten Infektanfälligkeit zu Hause bleiben müssen oder möchten, bitten Sie Ihre Freunde, Sie zu besuchen.
Auch der kreative Ausdruck oft unbewusster Gefühle in Kunst-, Musik-und Tanztherapie kann Sie dabei unterstützen, seelische Verletzungen besser zu verarbeiten und Ihre Krankheit erträglicher zu machen. Diese Behandlungsformen sind zum Teil fester Bestandteil des Angebots onkologischer Kliniken. Sie helfen, Angst, Trauer und Hoffnung auszudrücken, neue Perspektiven zu entwickeln, die Bewältigung der eigenen Krankheit selbst in die Hand zu nehmen und das körperlich-seelische Gleichgewicht wieder herzustellen.
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Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2012


