Unkonventionelle Heilmethoden
Ergänzen statt ersetzen
Viele Patienten möchten sich nicht ausschließlich auf die Methoden der Schulmedizin verlassen und fragen nach ergänzenden Heilmethoden.
Die "alternative" Heilkunde
Die Naturheilkunde, darunter die Pflanzenheilkunde bietet Verfahren und Arzneimittel
zur ergänzenden Behandlung von Beschwerden durch eine Krebserkrankung.
Ergänzende Methoden, auch der klassischen Homöopathie, der anthroposophischen
Medizin und der traditionellen chinesischen Medizin, können einen Patienten
unterstützen, wenn sie von erfahrenen und verantwortungsbewussten Therapeuten
praktiziert werden, die über ihre Möglichkeiten und Grenzen Bescheid
wissen. Diese Behandlungen sollten aber nicht alternativ, d.h. anstelle der
nachgewiesenermaßen wirksamen konventionellen Behandlungen eingesetzt
werden, sondern allenfalls als Ergänzung.
Wenn Sie unkonventionelle Heilmethoden für sich in Anspruch nehmen wollen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber.
Vorsicht vor "Wunderheilern"
In ihrem Wunsch, etwas gegen ihre Krebserkrankung zu unternehmen, beispielsweise, wenn die Schulmedizin nicht weiter helfen kann, fallen Krebspatienten manchmal auf unseriöse "Heiler" herein. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Versprechungen von alternativen "Heilmitteln" hören, die garantiert helfen sollen. Die meisten dieser Mittel wurden nicht auf ihre Wirksamkeit hin geprüft, d. h. sie wurden nicht klinisch getestet. Es ist also nicht bewiesen, dass sie helfen. Sie könnten sogar schädlich sein – nicht nur für Ihren Geldbeutel.
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Ihnen helfen.
Ergänzende Präparate
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie zusätzliche Präparate einnehmen, damit er mögliche Veränderungen, die durch diese Substanzen auftreten, beispielsweise der Laborwerte, einordnen kann.
Mistelextrakte
Mistelpräparate sind sehr häufig verordnete Medikamente in der komplementären Krebsmedizin. Sie werden meist zwei- bis dreimal wöchentlich unter die Haut gespritzt. Laboruntersuchungen haben Effekte auf das Immunsystem gezeigt. Aus Erfahrung wird über positive Wirkungen auf Allgemeinbefinden, Appetit, Leistungsfähigkeit und seelisches Wohlbefinden berichtet. Welche Wirkung die Mistel auf den Tumor direkt hat, muss weiter wissenschaftlich erforscht werden.
Enzympräparate
Die Enzyme stammen der Bauchspeicheldrüse vom Tier und aus der Papaya und aus der Ananaspflanze. Sie werden als Tabletten eingenommen. Es gibt nur wenige Studien, die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind nicht ausreichend. Deshalb werden diese Präparate nicht mehr durch die Krankenkasse erstattet.
Thymuspräparate
Aus der Thymusdrüse von Kälbern oder Schweinen werden die Thymusextrakte hergestellt. Diese Präparate sollen das Abwehrsystem stärken. Die Thymusdrüse ist ein wichtiges Organ der Immunabwehr. Die Extrakte werden meist als Injektion, teilweise auch als Tabletten- und in Tropfenform verabreicht. Bestrahlungen und Chemotherapien sollen dadurch besser vertragen werden. Es gibt nur wenige Studien zur Anwendung von Thymusextrakten.
Weiterführende Informationen im Internet
Klinik für Tumorbiologie Freiburg
Unkonventionelle Mittel in der Krebstherapie als Ergänzung der Schulmedizin.
Gesundheitsportal der Apotheken Umschau
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Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2012


