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Patienteninformationen - Was kann ich selbst tun? - Krebs und Ernährung

Krebs und Ernährung

Viele Vermutungen - gesicherte Erkenntnisse

 

Gesunde ErnährungMan nimmt an, dass die Ernährungsweise in westlichen Industrieländern zu etwa 30% an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt ist. Zwar gibt es viele Vermutungen, wie die Ernährung die Entstehung oder das Wachstum von Krebs beeinflussen könnte, ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Ernährung und der Entwicklung bestimmter Krebsarten wurde allerdings erst in wenigen Fällen nachgewiesen.


Dies liegt in erster Linie daran, dass die Aufnahme von Lebens- und/oder Genussmitteln nur schwer zu erfassen und zu analysieren ist. Viele Empfehlungen einer "Krebsdiät" beruhen daher nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen - und einige können sogar mehr schaden als nützen.

 

Wie wirksam ist gesunde Ernährung?


Begünstigen Krebs: Übergewicht, Alkohol & Co.


Übergewicht gilt als Risikofaktor für Krebs der Speiseröhre, des Dickdarms, der weiblichen Brust, der Gebärmutter und der Nieren. Alkohol ist an der Entstehung von Krebs der Mundhöhle, des Rachens und Kehlkopfes, der Speiseröhre sowie der Leber beteiligt. Der Verzehr roten Fleisches stellt möglicherweise einen Risikofaktor für Darmkrebs dar. Vor allem übermäßiger Alkoholkonsum und starkes Übergewicht sollten daher in jedem Fall vermieden werden.


Darüber hinaus gelten folgende Ernährungsgewohnheiten bzw. Stoffe als krebsfördernd:

 

  • übermäßige Energiezufuhr, v. a. zu fettreiche Ernährung
  • hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren (aus tierischem Fett) in der Nahrung
  • Nitrosamine (können aus Nitrit entstehen); z. B. in geräucherten bzw. gepökelten Lebensmitteln (Fleisch, Wurst, Käse) und im Tabakrauch
  • Schimmelpilzgifte (Aflatoxine); z. B. in angeschimmelten Lebensmitteln (Ausnahme: Schimmelkäse)
  • Stoffe, die beim starken Erhitzen (Braten, Frittieren) von Lebensmitteln entstehen (z.B. Acrylamid, Benzpyrene)

Schützt vor Krebs: eine ausgewogene, gesunde Ernährung


Obst und Gemüse!
Es gibt viele Hinweise dafür, dass die Zufuhr von reichlich Obst und Gemüse das Risiko für verschiedene Krebsarten, vor allem des Magen-Darm-Traktes und der Lungen senkt. Auch eine ballaststoffreiche Ernährung vermag das Risiko für Dickdarmkrebs zu senken.


Antioxidanzien
Günstig scheinen sich auch "Antioxidanzien" auszuwirken, die der menschliche Körper nicht selbst bilden kann. Dazu zählen die Vitamine E und C, Karotinoide, sekundäre Pflanzenstoffe sowie die Spurenelemente Selen, Kupfer, Mangan und Zink. Indem sie selbst mit Sauerstoff reagieren (Oxidation), verhindern sie die Bildung anderer aggressiver, gewebeschädigender Sauerstoff-Verbindungen, die wahrscheinlich an der Entstehung von Krebs beteiligt sind.


Welche Mengen für eine Krebsvorbeugung erforderlich sind, ist bisher unklar. Wahrscheinlich ist eine ausgewogene Kombination sämtlicher Antioxidanzien, z. B. durch eine vollwertige Ernährung, sinnvoller als die Zufuhr zusätzlicher einzelner Stoffe durch Nahrungsergänzungsmittel.


Die wichtigsten Empfehlungen


Fazit aus den bisherigen Erkenntnissen: Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse sowie Vollkorn-Getreideprodukten. Jede extreme und einseitige Kostform ist grundsätzlich eher schädlich für die Gesundheit. Versuchen Sie, durch regelmäßige Bewegung und Sport ein normales Körpergewicht zu halten bzw. zu erreichen. Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum.


Sollten Sie bereits an einer Krebserkrankung leiden, ist häufig eher Untergewicht ein Problem, zu dem Übelkeit, Schluckbeschwerden, Durchfall und Appetitlosigkeit beitragen können. So können Sie Untergewicht vermeiden:

 

Geplanter Genuss

 

Gewichtsverlust vermeiden

 

Tipps gegen Übelkeit



Weiterführende Informationen im Internet


 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Krebs-Kompass: Ernährung bei Krebs


Einführender Text zur Ernährung bei Krebs von Dipl.-oec.troph. Michael Kindt (Unter "Allgemeine Themen" > "Ernährung bei Krebs").

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Deutsche Krebshilfe

 

Im Infoangebot der Deutschen Krebshilfe findet sich eine Broschüre im PDF-Format zum Download.

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster Cancer Backup


Ratgeber der britischen Krebsinformationszentrums zur Ernährung bei Krebs (englisch).

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster American Cancer Society: Nutrition for Cancer Patients


Hinweise der Amerikanischen Krebsgesellschaft (englisch).

 

Folgender Link öffnet in einem externen Fenster The Cancer Nutrition Center


Überblick über die Ernährung zur Vorbeugung und zur Ernährung bei Krebs der Ernährungsberaterin Carolyn Katzin (englisch).