Krebsvorsorge / Früherkennung
Was bedeutet Krebsvorsorge?
"Krebsvorsorge" bedeutet in erster Linie die Vermeidung der Krebsentstehung
durch Ausschalten von Faktoren, die Krebs verursachen oder fördern:
Man spricht hier auch von primärer Prävention. Im weiteren Sinne
meint Krebsvorsorge auch die Durchführung gezielter Untersuchungen zur
Früherkennung
von Krebs (sekundäre Prävention).
Im so genannten Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung sind in
11 Regeln die wichtigsten Ratschläge zum Thema Krebsvorsorge zusammengefasst. Ein Informationsblatt
mit diesen Regeln finden Sie hier als PDF-Dokument zum Download.
Vorsorge zur Vermeidung von Krebserkrankungen
Eine gesundheitsbewusste Lebensweise trägt entscheidend dazu bei, das Krebsrisiko
zu senken. Sie schaltet Faktoren aus, die die Entstehung von Krebs begünstigen,
wie z. B. Rauchen oder die falsche Ernährung. Hier handelt es sich um
eine echte Vorsorge. Bisher sind allerdings erst wenige dieser Risikofaktoren
bekannt.
Krebsfrüherkennung
Bei vielen Krebsarten sind die Heilungschancen deutlich höher, wenn sie
möglichst früh erkannt und behandelt werden. Dies gilt insbesondere
für Krebserkrankungen der weiblichen Brust, der Prostata, der Haut, des
Darms und des Gebärmutterhalses. Diese lassen sich meist durch gezielte
Vorsorgemaßnahmen frühzeitig diagnostizieren. Daher wurde in Deutschland
das gesetzliche Früherkennungsprogramm eingeführt. Die Kosten für
die jährlichen Untersuchungen übernehmen die Krankenkassen.
Leider nehmen immer noch zu wenige Menschen dieses Vorsorgeangebot
an, obwohl der Nutzen nachweisbar ist. Nur etwa jede zweite Frau
und jeder
sechste Mann
lassen sich regelmäßig untersuchen. Etwa die Hälfte aller Krebserkrankungen
könnte verhindert bzw. frühzeitig erkannt und dadurch dauerhaft geheilt
werden, wenn Risikofaktoren vermieden und Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig
wahrgenommen würden.
So ist Brustkrebs in bis zu 90%, Hautkrebs in über 90%, Gebärmutterhals-,
Prostata- und Hodenkrebs in über 80% und Darmkrebs in bis zu 85% der Fälle
heilbar, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Nutzen Sie diese
Chance!
Welche Krebsvorsorgeuntersuchungen gibt es?
Das gesetzliche Früherkennungsprogramm schließt die Untersuchung der
Brust, der Geschlechtsorgane, des Darms, der Prostata und der Haut ein. Einmal
im Jahr sollte eine ärztliche Krebsvorsorgeuntersuchung erfolgen. Neben
gezielten Fragen zur Vorgeschichte und möglichen Krankheitszeichen werden
hier auch spezielle Untersuchungen durchgeführt:
| Organ | Ab wann? |
|
| Brust | 20. Lebensjahr |
|
| Gebärmutterhals | 20. Lebensjahr |
|
| Darm | 45. Lebensjahr |
|
| Prostata | 45. Lebensjahr |
|
| Haut | 30. Lebensjahr |
|
Achten Sie auf Ihren Körper!
Darüber hinaus sollten Sie selbst wachsam sein und auf mögliche Anzeichen
für Veränderungen an Ihrem Körper achten. Unabhängig vom
Früherkennungsprogramm sollten Sie Ihren Arzt natürlich jederzeit
aufsuchen, wenn Sie Beschwerden haben oder verdächtige Veränderungen
bemerken. Gehen Sie lieber einmal zu viel als zu wenig bzw. zu spät zum
Arzt und berichten Sie ihm alles, was Ihnen auffällt.
Für Frauen gilt: Untersuchen Sie regelmäßig selbst Ihre Brüste.
Anleitung dazu finden Sie z. B. auf den Internetseiten von Brustkrebs
Info.
Datenschutzerklärung
Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2012


