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03/2010 - Frühes Mammakarzinom: Adjuvantes Trastuzumab verbessert Prognose

 

Patientinnen mit HER2-positivem frühem Mammakarzinom profitieren von der adjuvanten Trastuzumab-Therapie: Während der ersten 5 Jahre nach der Diagnose sinkt die Rückfallrate um mindestens ein Drittel.

 

Die randomisierte N9831-Studie untersuchte die Sicherheit und Wirksamkeit der adjuvanten Trastuzumab-Therapie nach Doxorubicin/Cyclophosphamid plus Paclitaxel bei Patientinnen mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom.

 

Die 3505 Studienteilnehmerinnen erhielten viermal Doxorubicin (je 60 mg/m²) plus Cyclophosphamid (je 600 mg/m²) im Abstand von 3 Wochen gefolgt von 12 Paclitaxel-Gaben (80 mg/m²) in einwöchigen Abständen.

 

Zusätzlich wurden die Frauen in 3 Gruppen randomisiert:

  • Arm A) kein Trastuzumab
  • Arm B) sequentielle Therapie: 52 Wochen Trastuzumab (4 mg/kg als Startdosis, danach einmal pro Woche 2 mg/kg) im Anschluss an die Paclitaxel-Therapie
  • Arm C) gleichzeitige Therapie: 52 Wochen Trastuzumab; gleichzeitig mit Paclitaxel eingeleitet

 

Nach Abschluss der Paclitaxel-Gabe waren in allen Gruppen zusätzliche Strahlen- oder Hormontherapien erlaubt. Der primäre Endpunkt war das krankheitsfreie Überleben.

 

Der Vergleich zwischen den Armen A und B (kein Trastuzumab versus sequentielles Trastuzumab) erfolgte anhand der Daten von 2184 Patientinnen. Innerhalb der Beobachtungsdauer von median 5,5 Jahren wurden 386 Ereignisse berichtet (222 in Arm A, 164 in Arm B). Trastuzumab verbesserte die krankheitsfreie 5-Jahres-Überlebensrate signifikant von 72 % auf 80 % (Hazard Ratio: 0,70; p = 0,0005). Das bedeutete eine 33 %ige Reduktion des Rückfallrisikos.

 

Für den Vergleich der Arme B und C (sequentielles Trastuzumab versus gleichzeitiges Trastuzumab) nach median 5,3 Beobachtungsjahren standen die Daten von 1903 Patientinnen zur Verfügung. In diesen beiden Gruppen wurde über 312 Ereignisse berichtet (174 in Arm B, 138 in Arm C). Durch den früheren Therapiebeginn konnte der Anteil krankheitsfreier Patientinnen weiter gesteigert werden (von 80 % auf 84 %). Der p-Wert für einen Zusammenhang zwischen krankheitsfreiem Überleben und dem Beginn der Trastuzumab-Behandlung betrug zwar 0,019, verfehlte aber das vorab festgelegte Signifikanzniveau.

 

Die Autoren schlussfolgern, dass die 52-wöchige adjuvante Therapie mit Trastuzumab nach Doxorubicin/Cyclophosphamid/Paclitaxel die krankheitsfreie Überlebensrate signifikant um 33 % verbessert. Zusätzlich gibt es einen starken Trend zugunsten einer weiteren Verbesserung um 25 % bei frühzeitigem Beginn der Trastuzumab-Behandlung im Vergleich zu sequentiellem Trastuzumab.

 

Quelle: Perez EA, et al. Results of chemotherapy alone, with sequential or concurrent addition of 52 weeks of trastuzumab in the NCCTG N9831 HER2-positive adjuvant breast cancer trial. San Antonio Breast Cancer Symposium, San Antonio, USA, Dec 9-12, 2009. Abstract 80