Zusätzliche Medikamente
Einige Substanzen können zusätzlich gegeben werden, falls die Wirkung der Standardmedikamente nicht ausreicht. Diese Substanzen werden teilweise wegen ihrer unerwünschten Begleiterscheinungen weniger häufig verordnet oder sind alleine nicht so stark gegen Übelkeit und Erbrechen wirksam.
Dopaminrezeptor-Antagonisten
Dopamin ist ein Botenstoff, der bei der Auslösung von Erbrechen allgemein eine Rolle spielt. Speziell bei Chemotherapie-induziertem Erbrechen ist Serotonin allerdings der zentrale Auslöser. Dopaminrezeptor-Antagonisten wie zum Beispiel das Medikament Metoclopramid werden heute häufig zur Behandlung des verzögert auftretenden Chemotherapie-bedingten Erbrechens eingesetzt. Teilweise können allerdings erhebliche unerwünschte Wirkungen wie Bewegungsstörungen, Müdigkeit, hoher Blutdruck, Depressionen oder Krampfanfälle auftreten.
Neuroleptika
Neuroleptika sind Psychopharmaka, die ebenfalls auf bestimmte Botenstoffe im Gehirn einwirken. Sie waren die ersten Substanzen, die als Antiemetikum eingesetzt wurden. Beispiele sind Chlorpromazin oder Haloperidol. Gelegentlich werden sie ergänzend eingesetzt, wenn es trotz Vorbeugung bzw. Behandlung zum Erbrechen kommt.
Benzodiazepine
Benzodiazepine (z. B. Lorazepam) werden vor allem als Angst lösende Medikamente und Schlafmittel eingesetzt. Sie dienen auch zur Vorbeugung bzw. Behandlung des vorwegnehmenden (antizipatorischen) Erbrechens.
Antihistaminika
Bei Antihistaminika wie Dimenhydrinat steht ihr beruhigender Effekt im Vordergrund.
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Letzte Aktualisierung: 3. Februar 2012


