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Patienteninformationen - Behandlung und Nachsorge - Nebenwirkungen einer Chemotherapie - Infektanfälligkeit

infektanfälligkeit

Manche Patienten neigen bei Krebserkrankungen, beispielsweise Non-Hodgkin-Lymphomen, vermehrt zu Infekten, weil die Produktion der für die Abwehr wichtigen weißen Blutkörperchen gestört ist. Die Abwehrschwäche kann auch durch eine Chemotherapie verursacht sein. Erhöhte Wachsamkeit und Vorsicht ist deshalb im Alltag geboten. Riskant sind beispielsweise Nahrungsmittel, die nicht sterilisiert sind, da sie viele Krankheitserreger enthalten können. Für den Speiseplan sind deshalb folgende Regeln zu beachten:

 

  • Keine rohen oder nur weich gekochten Eier, keine Spiegeleier; kein Tiramisu; keine Speisen mit Eischnee
  • Keine Rohmilch oder Rohmilchprodukte (Rohmilchkäse)
  • Alle Speisen mindestens 10 Minuten lang bei mindestens 60 Grad Celsius kochen
  • Angebrochene Lebensmittel aufbrauchen oder den Rest wegwerfen
  • Eiscreme nur aus der Tiefkühltruhe; Softeis enthält häufig Krankheitserreger

Auf Biotonne verzichten


Schimmelpilze können als Krankheitserreger in der Atemluft vorkommen. Sie verbreiten sich überall dort, wo Lebensmittel oder anderes organisches Material verschimmeln kann. Betroffene Patienten sollten deshalb auf die Benutzung von Biotonnen verzichten, auch der Komposthaufen im Garten ist tabu. Im Schlafzimmer sollten darüber hinaus keine Topfpflanzen stehen, in der übrigen Wohnung sind Hydrokulturen gegenüber Blumenerde zu bevorzugen.


Im ganz normalen Alltagsleben lauern darüber hinaus Infektionsgefahren immer dort, wo viele Menschen sich versammeln. Auf Rolltreppenhandläufen in Kaufhäusern, auf Kino- und Theatersesseln, auf Haltegriffen in Bussen und Straßenbahnen und auch in der Atemluft dieser geschlossenen Räume tummeln sich alle möglichen Krankheitserreger. Ein gesundes Immunsystem wird damit spielend fertig, aber eben nicht das eines Krebspatienten.